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Konzept

1.  Bild vom Kind/ Pädagogische Grundhaltung und Umsetzung

Wir nehmen jedes Kind an und ernst, so wie es ist. Dazu sagt Janusz Korczak (Poln. Kinderarzt/ Erzieher) folgendes:

„Alle Tränen sind salzig.
Wer das begreift, kann Kinder erziehen,
wer das nicht begreift,
kann sie nicht erziehen.“

Kinder sind einzigartig in ihren Anlagen und Fähigkeiten, ihrem Entwicklungstempo und in Bezug auf die Bedingungen ihres Aufwachens.

Von Anfang an gestalten sie ihre Umwelt mit. Bereits sehr kleine Kinder erforschen die Umgebung, wollen die Welt um sich herum verstehen. Ihr Wissensdrang, ihr Streben nach Selbständigkeit ist groß. Um sich gut entfalten zu können, brauchen die Kinder eine Atmosphäre, in der sie sich angenommen und geborgen fühlen. Deswegen ermutigen und unterstützen wir von Beginn an das Streben der Kinder nach Selbständigkeit.
 

Bei uns spielen und lernen Kinder verschiedener Altersstufen und Kulturen miteinander. Die Kinder schließen erste Kontakte, bauen Vertrauen auf und erfahren, dass jeder dazu beitragen kann, sich wohlzufühlen. Die Kinder erleben, dass sie ein Teil einer Gemeinschaft sind, sie schließen Freundschaften und öffnen sich für Neues. In einer Atmosphäre der Geborgenheit lernen sie auch mit eigenen Frustrationen umzugehen, Grenzen zu akzeptieren und Konflikte zu bewältigen.

Feste Gruppenstrukturen geben unseren Kindern Sicherheit. Doch bieten wir auch immer wieder Gelegenheiten zu gruppenübergreifenden Erlebnissen, z. B. bei gemeinsamen Aktionen in unserem Gartenbereich.

Wir bieten den Kindern Lernfelder, um deren Fähigkeiten zu stärken und verschiedene Lebenssituationen zu bewältigen.

2. Gruppenstrukturen

Unsere Einrichtung bietet bis zu 25 Plätze je Kindergruppe und bis zu 12 Plätze im Krippenbereich. Während die Krippe Kinder im Alter von 1,6 bis 3 Jahren aufnehmen kann, beherbergt der Kindergarten das Alter zwischen 2,8 bis 7 Jahren. Diese sind aufgeteilt in eine Vorschul-Gruppe (5 - 7 Jahre) und zwei Regelgruppen mit Kindern im Alter zwischen 3 und 5 Jahren. Die Kinder werden in beiden Bereichen täglich mindestens 4 Stunden am Stück betreut. Die Montessori-Pädagogik, nach der individuelle Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes gesehen und gefördert wird, nimmt einen großen Raum in unserem Gruppengeschehen ein. „Hilf mir es selbst zu tun“ – diesem Leitsatz tragen wir Rechnung, indem wir den Kindern Spiele und Materialien zur Verfügung stellen, die diese in Eigenregie lösen und bearbeiten können.

3. Basiskompetenzen

Die im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan vorgegebenen Basiskompetenzen umfassen eine Reihe von grundlegenden Fertigkeiten, die für ein erfolgreiches und glückliches Leben in unserer Gesellschaft wichtig und notwendig sind. Sie können nicht von heute auf morgen vermittelt werden, sondern sind ein Produkt lebenslangen Lernens. Dieser Prozess beginnt bereits in den ersten Lebensjahren im Elternhaus uns setzt sich fort in institutionellen Einrichtungen wie Krippen, Kindergärten und Schulen.

Der Mensch eignet sich die zu den Basiskompetenzen zählenden Fertigkeiten und Werthaltungen auf unterschiedliche Weise an. Manchmal durch direkte Anleitung, häufig aber auch eher zufällig, durch Nachahmung entsprechender Vorbilder. Letztendlich zählen auch schmerzhafte und zufriedenmachende Erlebnisse zu den Möglichkeiten, um die notwendigen Fähigkeiten zu erlangen.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Basiskompetenzen haben die Grundbedürfnisse eines Kindes nach

  • sozialer Eingebundenheit (sich anderen zugehörig fühlen – geliebt und respektiert zu werden)
  • Autonomieerleben (das Kind erlebt sich als ‚Verursacher‘ seiner Handlung – es handelt selbstgesteuert)
  • Kompetenzerleben (Aufgaben und Probleme aus eigener Kraft bewältigen).

Die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse ist entscheidend für das Wohlbefinden des Menschen und für seine Bereitschaft, sich in vollem Umfang seinen Aufgaben zuzuwenden und zu lernen.

 

Kinder

Kinder wollen sich bewegen

Kindern macht Bewegung Spaß

weil sie so die Welt erleben,

Menschen, Tiere, Blumen, Gras.

Kinder wollen laufen, springen,

kullern, klettern und sich dreh´n,

wollen tanzen, lärmen, singen,

mutig mal ganz oben stehn,

ihren Körper so entdecken,

und ihm immer mehr vertrau´n,

wollen tasten, riechen, schmecken

und entdecken, hören, schau´n,

fühlen wach mit allen Sinnen

innere Bewegung – Glück.

Laßt die Kinder dies gewinnen

und erleben Stück für Stück.

Karin Schaffner

 

Es gibt keine Kompetenz, die weniger wichtig ist oder gar verzichtbar wäre. Die Kinder erlernen diese Basiskompetenzen in allem, was sie tun. Gleichermaßen fördern wir in unserer täglichen Arbeit, in allen Angeboten sowie in der Freispielzeit, während der Mahlzeiten u. v. m. stets die Basiskompetenzen.

Die Kompetenzen gliedern sich in folgende Bereiche:

3.1  Personale (individuumsbezogene) Kompetenzen

Zu diesem Kompetenzbereich zählen:

 

  • Personale Kompetenzen

Diese sind wichtig, damit sich Kinder für wertvoll und liebenswürdig halten, mit sich selbst zufrieden sind und sich attraktiv finden. Der Mensch erlebt sich als Person, die mit entscheidet, was sie selbst tun will und erfährt sich als Verursacher seines eigenen Handelns (Autonomieerleben). Er erfährt, dass Aufgaben und Probleme selbständig gemeistert und gelöst werden können.

Kinder sollen sich gesund und positiv entwickeln, auch wenn zeitweilig oder ständig Risikobedingungen vorhanden sind und Stress bewältigt werden muss. Dazu benötigen wir das Bewusstsein bzw. die Gewissheit, mit allen Anforderungen und Herausforderungen des Lebens auf irgendeine Weise umgehen zu können, damit wir Freude am Leben entwickeln können.

Dies ermöglichen wie den Kindern z. B. durch:

  • Die Planung eines geregelten Tagesablaufes, der dem Kind Sicherheit bietet
  • Übersichtliche Gruppenräume, die dem Kind Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten bieten
  • Im Freispiel hat das Kind die freie Wahl von Spielpartnern und Spielmaterialien
  • Wertschätzung des Kindes, die an keine Bedingung geknüpft ist
  • Angebote, die es den Kindern ermöglichen, stolz auf ihre eigenen Leistungen zu sein, z. B. durch Beteiligung an hauswirtschaftlichen Beschäftigungen und an der Zubereitung von Speisen
  • Positives Bestärken von Erfolgen; Misserfolge werden nicht bewertet, sondern zum Anlass genommen, das Kind zu ermuntern, es noch einmal zu versuchen
  • Gemeinsames Entwickeln von Lösungsstrategien; Dem Kind Probleme nicht abnehmen, sondern ermuntern, selbst über eine Lösung nachzudenken
  • Vermitteln, dass Fehler gemacht werden dürfen, um zu Lösungen zu kommen
  • Übungen zur Körperwahrnehmung (Sinnesübungen, Massagen…)
  • Entwicklung einer gesunden Einstellung zum eigenen Körper durch geeignete Lernarrangements (Bsp. Das bin ich…; Was ich alles kann…; Ich bin ein Junge/Mädchen; Körperumrisse nachzeichnen; Bewegungsangebote in der Turnhalle oder auf dem Außengelände)
  • Einsatz von Körperinstrumenten, z. B. Klatschen mit den Händen, Stimme, stampfen…
  • Rollenspiele zu bestimmten Themen, Handpuppenspiele

 

  • Motivationale Kompetenzen

Diese benötigt das Kind, um ein Vertrauen zu sich selbst entwickeln zu können, dass es Aufgaben und Probleme bewältigen  und dadurch auch die soziale Umwelt beeinflussen kann (Selbstwirksamkeit). Ausdauer, Konzentration und Durchhaltevermögen nehmen hier einen wichtigen Platz ein. Ferner soll das Kind lernen, seine Emotionen selbst zu regulieren (Freude, aber auch Wut, Angst, Frust etc.). Es steuert sein eigenes Verhalten selbst, bewertet es. Neugier und Interessen werden geweckt und gefördert.

Wir fördern diese z. B. durch:

  • Aktives Zuhören: die Kinder sollen sich wichtig und wahrgenommen fühlen
  • Gefühle des Kindes nutzen, um darüber zu sprechen (Warum bist du wütend?)
  • Konsequentes Verhalten des pädagogischen Personals, d. h. ein Erzieherverhalten folgt immer in derselben Weise auf ein bestimmtes kindliches Verhalten (Verlässlichkeit)
  • Projektarbeiten
  • Zur Verfügung gestelltes Material wie Baumaterial, Montessori- Material
  • Mit den Kindern beobachten, beschreiben lassen, befühlen, ertasten
  • Experimente z. B. mit Wasser, Farben, Licht, Luft…/ ‚Kleine Forscher‘
  • Bewegen nach Musik; Chor der Kita St. Marien ´Die Spatzen´
  • Entspannungsübungen, Entspannungsgeschichten
  • Angebot des Ruhestuhls
  • Bilderbücher zu Themen wie Wut, Angst, Ausdauer…

 

  • Kognitive Kompetenzen

Kinder lernen, ihre Sinne zu nutzen und gezielt einzusetzen. Die Sinneswahrnehmungen durch Sehen, Hören, Tasten, Schmecken und Riechen sind die Grundlage für Erkennens-, Gedächtnis- und Denkprozesse. Die Kinder sollen sich altersgemäße Kenntnisse aneignen. Das Gedächtnis wird trainiert und die Kreativität gefördert.

Das ermöglichen wir z. B. durch:

  • ´Erleben lassen´ von Konflikten und bei der Lösung anleiten
  • intensive Sprachförderung anhand von Geschichten, Reimen, Bilderbüchern, Fingerspielen…
  • Gespräche mit den Kindern
  • Erzählen von Erlebnissen
  • Gedächtnisspiele wie Memory, KIM-Spiele
  • Lückengeschichten
  • Einüben von Gedichten, Liedern…
  • Denkaufgaben, Unterscheidungen und Mengenvergleiche nach verschiedenen Merkmalen
  • Erfinden von eigenen Melodien, eigenen Reimen
  • Bildbetrachtungen und dazu erzählen
  • Neugier wecken durch den Umgang mit Werkzeugen (Schere, Pinsel, Küchenmesser….)
  • Puzzles
  • Anbieten von verschiedenen Materialien (Farben, Stifte, Papprollen, Joghurtbecher…)
  • Malen nach eigenen Vorstellungen
  • Spielen auf Musikinstrumenten
  • Einsatz von Medien (CD-Player, Bücher usw.)
  • Arbeiten an der Werkbank

 

  • Physische Kompetenzen

Das Kind soll in der Kindertageseinrichtung lernen, Verantwortung für sich selbst und für seine eigene Gesundheit zu übernehmen. Es erhält ausreichend Gelegenheit die Grob- und Feinmotorik zu üben. Durch genügend Bewegung und körperliche Betätigung können die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben und erfahren so, dass sie sich für bestimmte Aufgaben auch anstrengen müssen, um danach wieder entspannen zu können. So lernen sie, ihren Körper zu beherrschen. Die Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher Anstrengung ist eine Grundlage zur Stressbewältigung

Wir fördern diese z. B. durch:

  • Informationen über den gesundheitlichen Wert von Lebensmitteln: Lernangebote zum Thema ´Gesunde Ernährung´
  • ´Jolinchen-Kids´
  • Turnstunden in der Halle
  • Aufenthalt in Außengelände
  • Besuch des Zahnarztes
  • Einüben von Hygienemaßnahmen, z. B. Hände waschen, Zähne putzen…
  • Fädelspiele, Sortierspiele
  • Beachten und eintrainieren, dass die Kinder genügend Flüssigkeit zu sich nehmen
  • Kreisspiele
  • Leseecke, in der selbst Bilderbücher betrachtet werden können
  • Schneidübungen
  • Angebot von Malutensilien
  • Kneten mit Knetmasse

3.2  Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext

Zu diesem Kompetenzbereich zählen:

 

  • Soziale Kompetenzen

Soziale Kompetenzen benötigen wir als Grundlage für gesellschaftliches und privates Miteinander und als Grundlage für Erfolg im späteren Berufsleben. Sie fördern die zwischenmenschlichen Beziehungen und stärken die gegenseitige Achtung und den Respekt voreinander. Durch den Erwerb werden die Kinder in die Lage versetzt, sich in andere Personen hineinzuversetzen, was zur gewaltfreien und konstruktiven Lösung von Problemen führt. Der Einsatz und das Deuten von Mimik und Gestik ermöglichen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und bieten damit Sicherheit im Alltag, in neuen Situationen und Begegnungen. Soziale Kompetenzen helfen aber auch dabei, Fehler und Misserfolge anderer zu tolerieren und dadurch die Fähigkeit zur gemeinsamen Kooperation zu erlangen.

Dies fördern wir bei den Kindern z. B. durch:

  • Bewusstes Einbeziehen der Kinder in Planung und Organisation des Kindergartengeschehens
  • Durch gemeinsames Erarbeiten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln, die von allen eingehalten und respektiert werden sollen (Abhalten von Kinderkonferenzen)
  • Zulassen von negativen Gefühlen damit das Kind lernt, diese Gefühle auszuhalten
  • Sensibilisieren der Kinder für Gefühle anderer (Hinweisen auf Kinder, die traurig, fröhlich, bedrückt sind)
  • Folgen und Erfahrungen erleben lassen (Bsp.: Wenn ich mich schneller anziehe, kann ich länger draußen spielen)
  • Pflege und Bewusstmachen von Umgangsformen (Höflichkeit)
  • Bilderbücher und Spiele, in denen man Emotionen erkennen und trainieren kann
  • Tänze, Lieder aus anderen Kulturkreisen
  • Gelegenheiten für Gespräche schaffen (Stuhl- und Sitzkreis, Gesprächsrunde, Frühstückstisch…)
  • Möglichkeiten zur Verkleidung schaffen, Rollenspiele ermöglichen
  • Puppen und Figuren bereitstellen, um Alltagssituationen nachzuspielen

 

  • Entwickeln von Werten und Orientierungskompetenz

Das Kind lernt im Laufe seines Lebens Regeln zu befolgen. Es kann aber auch notwendig sein, diese zu ändern, wenn gute Argumente vorliegen. Durch das grundlegende Bedürfnis des Kindes nach sozialer Zugehörigkeit übernimmt es die Werte der Bezugsgruppe. In der Einrichtung erhält das Kind Gelegenheit, sich für Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu interessieren und ihnen Wertschätzung entgegen zu bringen. Es wird sensibilisiert für die Achtung von Andersartigkeit und Anderssein. So kann sich eine Solidarität in der Gruppe entwickeln. Die Kinder lernen, sich füreinander einzusetzen, sich gegenseitig zu helfen.

Dies erreichen wir durch:

  • Aufnahme von Kindern aus anderen Kulturkreisen
  • Feste Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale
  • Feiern von traditionellen Festen
  • Einüben von Höflichkeitsformen (Bitte, Danke…)
  • Bewusst machen, dass es Menschen gibt, die anders sind z. B. durch Übungen mit verbundenen Augen, Tastübungen…
  • Modellverhalten der Erzieher/in, die alle Kinder gleich behandeln
  • Gespräche und Informationen über Rituale in der eigenen und in anderen Kulturen
  • Geschichten und Bilderbücher über Menschen, die anders sind
  • Märchenerzählungen
  • Aufstellen von Gruppenregeln, z. B. um Erlaubnis fragen, wenn man mit Spielsachen eines anderen spielen will

 

  • Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

Das Kind lernt zunehmend Verantwortung für sein eigenes Handeln gegenüber anderen Menschen, und auch gegenüber seiner Umwelt und der Natur zu übernehmen.

Dies fördern wir z. B. durch:

  • Dienste innerhalb der Gruppe (Kehrdienst, Badpolizei, Tischdienst…)
  • Kleine Botengänge innerhalb des Hauses (Teller, Besteck aus den anderen Gruppen holen, Nachrichten überbringen…)
  • Mülltrennung
  • Wertschätzen von anderen Lebewesen, wir treten z. B. nicht absichtlich auf einen Käfer
  • Naturbeobachtungen und Exkursionen wie Spaziergänge, Besuch im Zoo
  • Sachbücher z. B. über das Entstehen eines Kükens, Schmetterlings, Frosches…
  • Experimente
  • Lieder, Spiellieder über die Natur
  • Einhalten von Regeln, z. B. muss ein Spiel von dem entsprechenden Kind wieder ordentlich aufgeräumt werden
  • Einrichten von Jahreszeitenecken
  • Lernangebote zu Themen wie Umgang mit Wasser, Natur und Müll, Luftverschmutzung

 

  • Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

Wir bereiten die Kinder auf eine demokratische Gesellschaft vor. Durch Mitsprache und Mitgestaltung des Alltags wachsen die Kinder in ein für sie akzeptables Umfeld hinein. Sie werden befähigt, eine eigene Position zu beziehen und diese auch außen zu vertreten. Das bedeutet, dass Kinder lernen, auf demokratischen Weg ihre Bedürfnisse durchzusetzen, sowie Konflikte zu lösen. – durch Gespräche und Abstimmungen, ohne Macht und Gewalt. Dazu ist es notwendig, auch andere Meinungen zu akzeptieren und ggf. Kompromisse auszuhandeln. Kommt es zum Mehrheitsentscheid, möchten wir das Kind dazu befähigen, diesen mitzutragen.

Wir erreichen dies z. B. durch:

  • Setzen von Grenzen
  • Demokratische Abstimmungen im Kindergartenalltag
  • Erfahrungen von Konsequenzen bei Nichtbeachtung von Gruppenregeln
  • Unterstützung bei der Findung von Kompromissen
  • Erweiterung der Sprachkompetenz durch gezielte Sprachförderung
  • Ernstnehmen von Bedürfnissen, z. B. in die Arme nehmen, trösten…

3.3  Lernmethodische Kompetenzen: Lernen wie man lernt

Zu diesem Kompetenzbereich zählen:

 

  • Methoden der Selbststeuerung

Dies ist der Grundstein für ein lebenslanges, selbstgesteuertes Lernen und auch Grundlage für einen bewussten Wissenserwerb. Die Kinder sollen befähigt werden, sich Informationen gezielt zu beschaffen und neues Wissen zur Problemlösung angemessen und verantwortlich einzusetzen. Medien, die zur Wissensaneignung dienen können, sollen hierbei verantwortungsvoll und gezielt eingesetzt werden. Das Kind muss allerdings auch lernen, mit diesen Medien kritisch umzugehen.

Dies erreichen wir durch:

  • Freie Wahl der Spielmaterialien
  • Leseecke, in der die Kinder freien Zugang zu Sachbüchern haben
  • Zur Verfügung stehendes Material zum Experimentieren
  • Umgang mit Naturmaterial wie Sand, Steine, Blätter, Matsch…
  • Experimente mit Elementen (Luft, Wasser, Licht, Erde)
  • Nach Möglichkeit nach draußen gehen

 

  • Transfer und Anwendung

Diese beiden Schlüsselwörter beschreiben den klassischen Weg, neue Erkenntnisse flexibel und kompetent zu gebrauchen. Wir möchten den Kindern vermitteln, in welchen Situationen welches Wissen anwendbar ist und die Wissensinhalte, die ihnen zur Verfügung stehen für Problemlösungen in Alltagssituationen zu nutzen.

Wir erreichen dies dadurch, dass:

  • Das Kind in seinen Ideen unterstützt wird („Probiere es aus, versuche es!“)
  • Wir den Kindern ihre Lernerfolge bewusst machen, mit Lob, Beachtung und Bewunderung für ihr Durchhaltevermögen bestärken
  • Wir in Gesprächen mit den Kindern Vorschläge zu Problemlösungen sammeln, die wir erproben und gemeinsam reflektieren (wie haben wir unser Werk zustande gebracht, welchen Erfolg hatten wir ⇒Selbstbestätigung und Lernfreude)

 

  • Fähigkeit zu lernen – Lernen wie man lernt

 

„Sage es mir und ich werde es vergessen.

Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.

Lass es mich tun, und ich werde es können.“

(Konfuzius)

 

 

Kinder nehmen Lernprozesse aus solche wahr und steuern diese. Sie erleben wo und wann man sich neues Wissen aneignen kann. Dabei erleben sie, dass es Spaß macht etwas Neues oder auch von anderen Kindern zu lernen. Dingen auf den Grund zu gehen und kritisch zu hinterfragen ermöglicht Kindern zu unterscheiden, was wichtig ist und was nicht.

Dies fördern wir z. B. durch:

  • Zulassen, dass die Kinder Fehler machen dürfen und sie begleiten auf der Suche nach den richtigen Lösungen (eigene Erfahrungen sammeln)
  • Material zum Experimentieren bereitstellen
  • Bereitstellung von Medien (Bilderbücher, Sachbücher, CD-Player)
  • Lob und Anerkennung durch die pädagogischen Mitarbeiter/innen
  • ‚Learning by doing‘ ⇒ Die Kinder lernen nicht anhand von speziellen Übungen, sondern bei konkreten Tätigkeiten, z. B. beim Gemüse schnippeln
  • Wir überlegen gemeinsam, woher wir Informationen bekommen, die unser Wissen erweitern
  • Einbeziehen möglichst aller Sinne (hören, sehen, selber tun, riechen und schmecken) für die ganzheitliche Entwicklung
  • Phasen der Entspannung ermöglichen durch freies Spielen, Ruhebereiche bereitstellen, Entspannungsgeschichten, Entspannungsübungen)
  • Märchenerzählungen, Fabeln
  • Wiederholtes lernen, d. h. den Kindern die Möglichkeit bieten, etwas mehrmals auszuprobieren und auch Neues hinzuzulernen
  • Anwenden von visuellen Hilfsmitteln (Möglichkeiten zum Malen geben)
  • Nutzung von Symbolen, z. B. Garderobenschilder, Schilder für bestimmte ´Ämter´(Tischdienst, Badpolizei), Wettersymbole usw.
  • Bewegungsangebote in der Turnhalle
  • Gemeinschaftsarbeiten von mehreren Kindern

3.4  Kompetenzen zum Umgang mit Veränderungen und Belastungen

Zu diesem Kompetenzbereich zählt:

 

  • Innere Widerstandskraft und Stärke eines Menschen (Resilienz)

Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen und mit negativen Folgen von Stress umzugehen. Das heißt, sich trotz dieser Risikobelastung zu einer kompetenten, stabilen und leistungsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln. Unserer Aufgabe ist es, die psychischen Widerstandskräfte der Kinder in guten Zeiten aufzubauen und zu stabilisieren, damit sie für schwierige Zeiten gewappnet sind. Resilienz ist die Grundlage für eine positive Entwicklung, Gesundheit, Wohlbefinden und hohe Lebensqualität.

Dies erreichen wir durch:

  • Eine behutsame Eingewöhnungsphase mit Schnupperstunden (mit und ohne Eltern) und stufenweise Verweilzeiten in der Einrichtung
  • Ein Ernstnehmen von Problemen der Kinder, um ihnen einen ´Zufluchtsort´ zu bieten
  • Langsames Heranführen an Veränderungen z. B. vor Schulbeginn: Teilnahme am ‚Unterricht, Schulhausrallye usw.
  • Angebot eines stabilen Umfeldes durch feste Stammgruppen, einen geregelten Tagesablauf, feste Rituale
  • Schaffen einer ´Wohlfühlatmosphäre´ mit Möglichkeiten zum Rückzug (Leseecke, Bauecke…)
  • Ermöglichen von sicheren Bindungen durch stabilen Personaleinsatz (Vertrauensbasis)
  • Kinderfreundschaften anbahnen und fördern
  • Wir ermuntern die Kinder über sich selbst zu sprechen
  • Wir führen die Kinder an gesunde Lebensweisen heran: Viel Bewegung, gesunde Ernährung, Einlegen von Ruhephasen